Boykott von Alice im Wunderland

admin am 19. Februar 2010

Walt Disney und die europäischen Kinos liegen im Clinch: der Film soll nicht ausgestrahlt werden.

 

Tim Burtons 3D-Film ‘Alice im Wunderland’, in dem wiederholt Johnny Depp mitspielt, soll Anfang März in den USA und in Europa in den Kinos zu sehen sein. Doch letztere wehren sich dagegen. Der Grund: Walt Disney will schon 13 Wochen nach dem Konostart, statt den sonst üblichen 17 Wochen, den Film als DVD auf den Markt bringen. Damit soll erreicht werden, dass der in letzter Zeit zurück gegangene DVD-Verkauf des Filmriesens, durch das dann erst kurz vorher im Kino gezeigten Projekts, wieder ansteigt.

Doch mit diesem Vorhaben verstößt Walt Disney gegen die Vereinbarung von Filmstudios und Kinos, zwischen Kino- und DVD-Start mindestens vier Monate liegen müssen.

Führende des Boykotts sind vier niederländische Kinoketten. Diese wissen, dass sie durch den Boykott Geld verlieren werden. Doch es ist ihnen wichtiger, dass eine Botschaft an Walt Disney geschickt wird: „Wenn ihr unsere Bedingungen nicht akzeptiert, werden wir eure Filme nicht mehr zeigen“, so Youry Bredewold, Sprecher der Kette Pathe. Die Boykottierten zeigen kein Verständnis und bestritten, durch ihre Politik das Verhältnis der Konkurrenten anzugreifen.

In den Film ‘Alice im Wunderland’ werden nicht nur auf Grund der hochkarätigen Starbesetzung große Hoffnungen gesetzt. Man geht davon aus, dass dieser Film einer der erfolgreichsten des Jahres wird, gerade auch wegen der 3D Technik, die schon dem Film ‘Avatar’ Höhenflüge bescherte.

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